12.01.2019

 

Prinzeninthronisation in der Rhein-Mosel-Halle

 

KG Rheinfreunde 1845 e.V.

 

(die älteste Karnevalsgesellschaft von Koblenz)

Chronik

 

Hier finden Sie alles über die Vereinsgeschichte der KG Rheinfreunde 1845 e.V.

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Chronik der KG Rheinfreunde

( Die Originalchronik des Vereins ist leider verschollen, ebenso die Namen der Gründungsmitglieder.)

 

 

Das älteste Zeugnis der langen Existenz der Rheinfreunde war lange Zeit (bis 1980, dazu später mehr) eine Vereinsfahne, welche die Jahreszahl “1850“ und den Spruch:“ Wollt ihr zur Rhein Freunde Gesellschaft eilen, so thut nur nicht den Kahn verweilen“ trägt.

Die Fahne zeigt einen Narren, welcher in einem Kahn steht, in der einen Hand einen Pokal und in der anderen ein Ruder, mit welchem er den Narrenkahn durch die Wellen des Rheins steuert.

Das Motiv weist darauf hin, dass die Gründer und die Mehrheit der ersten Mitglieder, ebenso wie die meisten der Neuendorfer Bürger, zu dieser Zeit Flößer und Schiffer waren. Die Fahne selbst ist im Jahre 1890 verschwunden und wurde erst 1919 wieder entdeckt. Sie ist dann auf mysteriöse Weise wieder in den Besitz der Gesellschaft zurück gelangt.

Erfreulicherweise konnten auch noch zwei Liederbücher aus der Gründungszeit der Gesellschaft aufgefunden werden.

Das erste Buch wurde im Jahre 1841 in Koblenz gedruckt und enthält „Jokusstädtisch Karnevalslieder“.

Das zweite, aus dem Jahr 1878 stammende Buch, enthält „Karnevals-Lieder der Rheinfreunde-Gesellschaft zu Neuendorf“.

Aus dem Vorhandensein dieser beiden Bücher ist zu entnehmen, dass die Karnevalisten in Neuendorf den Narren in der benachbarten Vaterstadt Koblenz in ihrem Fastnachtstreiben nicht nachstehen wollten. Es ist hierbei auch interessant zu wissen, dass damals schon „Das Lied von de Kowelenzer Junge“ gesungen wurde.

Im Jahre 1905 wurde die Gesellschaft unter dem Präsidenten Johann Friesner neu belebt, worauf bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges sehr ausgiebig dem Narrentreiben gefrönt wurde. Es gab in jedem Jahr Sitzungen, Umzüge und Bälle.

Während dieser Zeit standen der Gesellschaft folgende Präsidenten vor:

1906-1908 Steffan Urmetzer, der letzte Schiffer an der Spitze der Rheinfreunde

1909-1910 Jakob Miltz, Metzger

1911-1914 Philipp Wagner, Küster

1913 kam es sogar noch zu einer besonders spektakulären Tat: 25 Männer der Gesellschaft gründeten eine Gesangsgruppe. Im Sommer des Jahres 1914 errangen diese sogar in einem Wettbewerb den höchsten Ehrenpreis und dazu den Ersten Klassenpreis.

Der erste Weltkrieg ließ dann sämtliche Karnevalsaktivitäten sterben.

Im Jahre 1920 rief Philipp Wagner, der Präsident aus Vorkriegsjahren, seine Karnevalisten zu sich und führte seinen Närrischen Rat bei den alljährlichen Sitzungen wieder an.

Im Jahre 1925 wurde das Narrenzepter von Josef Schlager übernommen, der das Narrenschiff 8 Jahre humorvoll durch die Karnevalswogen in unserem Heimatort geleitet hat.

Aus einer noch aufgefundenen Mitgliederliste aus dem Jahre 1926 geht hervor, dass sich die Gesellschaft, die nicht weniger als 132 Mitglieder zählte, großer Beliebtheit erfreute.

In dieser Zeit hatten sich neben der altbewährten Garde auch jüngere Karnevalisten einen Namen im Karneval gemacht, wie z.B. unser verstorbener Ehrenvorsitzender Peter Urmetzer sowie unser ebenfalls verstorbenes Ehrenmitglied Jean Wolf.

So übernahm im Jahre 1934 der närrische Nachwuchs die Leitung des Vereins. Präsident wurde Fred Mahl, der es verstanden hat, mit der Unterstützung seines närrischen Rates die Rheinfreunde aus Neuendorf auch über die Ortsgrenzen hinaus bekannt zu machen. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ging es ständig bergauf. Dieser unterbrach dann wiederum das Karnevalstreiben unserer Gesellschaft.

Aber schon 1948 gab es die Rheinfreunde wieder, unter der Leitung des zum 1.Vorsitzenden gewählten Peter Urmetzer und dem Sitzungspräsidenten Martin Fiehr. In diesem Jahr wurden gleich 4 Kappensitzungen durchgeführt. Die Mitgliederzahl war zu dieser Zeit (laut alter Statuten) satzungsgemäß auf 30 Personen beschränkt.

Im Jahre 1961 feierten wir das supernärrische 111-jährige Bestehen (immer noch vom falschen Gründungsjahr ausgehend).

Bei der Jubiläumssitzung gratulierten wieder sämtliche Koblenzer Karnevalsvereine, an der Spitze die Tollität Prinz Gerd von Tex und Til sowie der AKK Präsident Peter Steffgen.

Während dieser Sitzung wurde ein Teil des Elferrates verabschiedet, um in den Ruhestand zu treten. Es gab eine Verjüngung. Neuer Sitzungspräsident wurde der bisherige Vizepräsident Klaus Stark. Bei der folgenden Jahreshauptversammlung wurde hauptsächlich die Jugend mit der Vereinsführung betraut. Für eine Übergangszeit von 2 Jahren wurde der bisherige zweite Vorsitzende Peter Jung zum 1.Vorsitzenden gewählt. Ihm wurde der zum 1.Schriftführer gewählte Willi Bernhard als Geschäftsführer zur Seite gestellt.

Die ausgeschiedenen Elferratsmitglieder wurden “geehrt“. Hierbei wurde Peter Urmetzer zum Ehrenvorsitzenden und Martin Fiehr zu Ehrenpräsidenten ernannt. Die übrigen ausgeschiedenen Elferratsmitglieder wurden für ihre um die Gesellschaft erworbenen Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt. Eine besondere Ehrung galt unserem Mitglied Eugen König. Er erhielt für seine Verdienste um den Verein den Titel Ehrensenator.

Im neuen Vorstand suchte man nun nach neuen Wegen, um den Karneval in Neuendorf noch attraktiver zu machen. So wurde die Idee unseres Ehrenmitgliedes Wilhelm Ott, in Neuendorf einen Kinderkarnevalsumzug zu veranstalten, aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. Nach vielen Vorarbeiten und Verhandlungen gelang es, alle Neuendorfer und Wallersheimer Ortsvereine von dem Vorhaben zu begeistern und sie zum Mitmachen zu bewegen. Am Karnevalssonntag 1965 konnte erstmals der Kinderkarnevalsumzug mit einem Kinderprinzenpaar durch die Straßen von Neuendorf und Wallersheim ziehen.

Seit dieser Zeit ist der Umzug mit Kinderprinzenpaar durch die Straßen von Neuendorf und Wallersheim am Karnevalssonntag fester Bestandteil im Koblenzer Karneval.

Im Jahre 1972 erlebte unsere Gesellschaft eine unvergessliche Session, denn wir durften erstmalig den Koblenzer Karnevalsprinzen stellen. Und gleichzeitig feierten wir unser 11×11- jähriges Bestehen. (ebenso noch nach falschem Gründungsjahr).

Herrschen durfte über alle Koblenzer Narren unser Elferrats- und Vorstandsmitglied Werner Apel als Prinz Werner II. “vom Königlichen Bach“. Ihm zur Seite stand Confluentia Ilona Poppe (geb.Urmetzer), ehemaliges Funkenmariechen unserer Gesellschaft und Tochter unseres Ehrenvorsitzenden Peter Urmetzer. Prinz Werner II. fehlte es nicht an persönlicher Note, so hatte er sein eigenes Liedchen, das man ihm schenkte: “Der schönste Bach ist der Königsbach“; dieses wurde sogar auf Schallplatte gepresst.

Ebenso im Jahre 1972, und zwar am ersten Oktoberwochenende, wurde nach langer Planung zum ersten Mal das „Neuendorfer Krebbelchensfest“ gefeiert. Die Idee des Krebbelchensfestes wurde bei einer Veranstaltung der ehemaligen Schultheis-Brauerei geboren. Anschauungsunterricht gab es in Kottenheim. Dort wurde bereits seit Jahren ein solches Fest veranstaltet.

Schon im ersten Jahr konnten die Rheinfreunde dank der vielen freiwilligen Helfer 17 Zentner Kartoffeln zu den beliebten Krebbelchen verarbeiten; diese Menge konnte in den folgenden Jahren weiter gesteigert werden bis zur Rekordhöhe von 55 Zentnern im Jahre 1979. Das Krebbelchensfest (welches mittlerweile am 3. Septemberwochenende stattfindet) ist heute noch ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft.

In der Karnevalssession 1974 gingen wir eine Partnerschaft mit dem englischen Karnevalsclub “Maidstone Carnival Court“ aus Maidstone in der Grafschaft Kent ein.

Nach zunächst schriftlicher Kontaktaufnahme kam es bei der Erstürmung des III. Korps im Jahre 1974 zu dem ersten Treffen mit unseren englischen Freunden.

Einen weiteren Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte erlebten wir im Jahre 1975: Unsere Gesellschaft feierte ihr 125 jähriges Jubiläum (ebenfalls noch nach falschem Gründungsjahr)

und wir wurden zum zweiten Mal von der AKK beauftragt, Prinz und Confluentia zu stellen. Zum Koblenzer Prinz Karneval 1975 wurde unser 2. Vorsitzender Hans-Hugo Legrand nominiert. Er nannte sich als Tollität “Prinz Hans-Hugo I. vom Schängel-Humpen“

Der Grund: Diesmal stieg die Schultheis Brauerei aus Weissenthurm mit ins närrische Boot. Confluentia wurde seine Schwester Ellen, die auch schon Funkenmariechen unserer Gesellschaft war. Sie stand unter dem Namen Confluentia 1975 Ellen I. an seiner Seite.

Im Jahre 1977 stellte sich Willi Bernhard nicht mehr zur Wahl für das Amt des

1. Vorsitzenden, welches er 12 Jahre lang geführt hatte. An seiner Stelle wählte man bei der Jahreshauptversammlung Max Buhlmann, ein langjähriges Vorstandsmitglied und der geistige Vater unserer beliebten Karnevalsorden, zum 1. Vorsitzenden.

Im vermeintlichen 130. Jubiläumsjahr 1980 hatte unser Freund, der weithin geschätzte und bekannte Fotograf und Heimatchronist Heinrich Wolf Zweifel an unserem Gründungsjahr und der Version mit der Vereinsfahne von 1850. Er sagte sich: “Wenn ein Verein gegründet wird, dann hat er doch nicht gleich eine Fahne!“. Die Sache ließ ihm keine Ruhe und er machte sich im Zeitungsarchiv der Stadtbibliothek auf die Suche. Schon bald wurde er fündig und stellte fest, dass im “Coblenzer Anzeiger“ 1845 Nr. 4 vom 05.01.1845 eine Anzeige mit einer Einladung zur Ersten Generalversammlung der Rhein-Freunde-Gesellschaft in Neuendorf erschienen war.

Damit war das Rätsel um das Gründungsjahr gelöst, und statt des 130-jährigen feierte man kurzerhand das 135-jährige Jubiläum.

Das Jahr 1983 war wiederum ein Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte. Wir stellten zum dritten Mal Prinz und Confluentia. Unser Vorstandsmitglied Heinz Kölsch und Brigitte Rumpler stellten in diesem Jahr unter den Namen “Prinz Heinz vom Neuendorfer Eck“ und “Confluentia Brigitte 1983“ das Prinzenpaar von Koblenz dar.

Im Jahre 1988 hatte unsere Gesellschaft 143-jähriges Vereinsjubiläum, karnevalistisch hieß das natürlich, wir feierten unser 13×11-jähriges Bestehen, was für uns Grund genug war, zum vierten Mal das Prinzenpaar von Koblenz zu stellen.

Unser damaliger 2. Vorsitzender Rigobert Scherf wurde unter dem Namen „Rigo, der närrische Flößer“ Prinz von Koblenz. Die Confluentia wurde von der langjährigen Karnevalistin Monika Baulig unter dem Namen „Confluentia Monika 1988“ dargestellt.

Im Jahre 1989 stand das alljährliche Krebbelchensfest ganz im Zeichen von „700 Jahre Neuendorf“, das der Koblenzer Vorort in diesem Jahr feierte. Außerdem wurde im gleichen Jahr das Kloster Maria Trost, in dem wir unsere Wagen und Gerätschaften untergestellt hatten, abgerissen. Wir mussten uns also um eine neue Bleibe für unser Inventar umsehen und fanden glücklicherweise eine Halle im Nauweg, die wir anmieten konnten.

Bei der Jahreshauptversammlung 1989 stellte sich unser damaliger 1.Vorsitzender Max Buhlmann, der die Geschicke des Vereins seit 1977 leitete, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger wurde der bisherige 2.Vorsitzende, unser Ex-Prinz Rigobert Scherf. Max Buhlmann wurde in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenpräsidenten gewählt. Die Mitglieder Willi Bernhard, Adolf Frießner und Willi Milz ernannte man für ihr langjähriges Wirken im Vorstand und Vereinsarbeit zu Ehrenmitgliedern.

Kurz nach Abschluss der Karnevalssession 1990 wurde unser Vereinslokal „Im Roten Ochsen“ geschlossen und der Festsaal musste abgerissen werden.

Da kein anderer Saal dieser Größenordnung in Neuendorf vorhanden war, ging die Suche nach einer geeigneten Unterkunft für unsere karnevalistischen Veranstaltungen los.

Wir wurden bald fündig, zwar nicht direkt im Ort, sondern in der Messehalle am Wallersheimer Kreisel sollte 1991 unsere Sitzung stattfinden.

Es war schon sehr viel Arbeit in die Session 1991 investiert worden, da machten die Ereignisse am Golf allem ein Ende, der Karneval 1991 fand wegen des Golfkrieges nicht statt.

Die erste Sitzung 1992 war ein voller Erfolg. Das Publikum hatte den neuen Standort akzeptiert. Der Spruch auf unserem Sessionsorden 1991/92 hatte sich also bewahrheitet:

„Ob Ochsensaal, ob Messehall, die Rheinfreunde feiern Karneval“.

Im Jahre 1993 wurde unser Ehrenmitglied Willi Bernhard in Anerkennung seiner langjährigen Verdienste um die Gesellschaft zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der "Goldene Schängel", den die Koblenzer Karnevalsgesellschaft „Rot- Weiß- Grün Kowelenzer Schängelcher 1922“ seit 1976 an Persönlichkeiten verleiht, die sich um den Karneval verdient gemacht haben, wurde in diesem Jahr dem damaligen Vorstandsmitglied Lore Friesner verliehen. Damit war sie die erste “Goldene Schängel“ Trägerin unserer Gesellschaft.

Die Karnevalssession 1995 stand ganz im Zeichen unseres 150-jährigen Jubiläums. Bedingt durch den Ausfall der Session 1991 (Golfkrieg) konnten wir das Jubiläum nicht mit einer Prinzengestellung krönen. Unser Jubiläumsempfang fand am 29. Januar 1995 im Hause Löhr & Becker statt. Die gesamte AKK-Familie, an der Spitze AKK-Präsident Michael Hörter, Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, die Vertreter der Ortsvereine sowie

Personen des öffentlichen Lebens folgten unserer Einladung. Leider fand der Empfang bei einem Hochwasserpegel von 9,41 m statt, so dass zahlreiche Mitglieder aus Neuendorf nicht den Weg dorthin finden konnten.

Im Jahre 1996 bei der großen Kostümsitzung in der Messehalle am Wallersheimer Kreisel führte erstmalig der neue Sitzungspräsident Manfred Tönnes durch das bunt gemischte, viereinhalbstündige Programm. Auch Stefan Strunk (unser heutiger Protokoller) bestand seinen ersten Auftritt als Produkttester mit Bravour.

Einen glanzvollen Schlusspunkt setzte die erstmals auftretende Showtanzgruppe der Rheinfreunde (heute bekannt als ``Hexen``) mit einem gelungenen Sambatanz.

Im Hinblick auf die neue Session hatte es sich der Vorstand zur Aufgabe gemacht, den Kreis der Uniformträger zu erweitern. Es gelang, neun Damen als Uniformträgerinnen zu gewinnen, die den Verein in der Session 1996/1997 erstmals repräsentierten.

Im Rahmen der Sitzung der Session 1997 wurde ein langjähriger Förderer unserer Gesellschaft zum Ehrensenator ernannt. Die Ehre wurde Herrn Detlef Koenitz zuteil, weil dank seiner Unterstützung die Sitzungen für die Rheinfreunde auch nach Abriss des Ochsen-Saals weiterhin möglich waren, und zwar in der Messehalle am Wallersheimer Kreisel.

Für die Sitzung im Jahre 1998 gelang es den Rheinfreunden, Herrn Ministerpräsident Kurt Beck einzuladen und diesen mit der Ernennung zum Ehrensenator der Gesellschaft auszuzeichnen. Außerdem wurde unser langjähriges Vereinsmitglied Peter Jung für 70-jährige Mitgliedschaft mit dem Ehren-Wappenteller der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) ausgezeichnet, überreicht wurde dieser vom Ministerpräsidenten Kurt Beck.

Eine besondere Ehrung erhielt unser Ex-Prinz Heinz Kölsch. Dieser erhielt im Rahmen der Inthronisation 1998 den großen Verdienstorden der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval.

Diese besondere Ehrung hat sich Heinz Kölsch mit über 25 Jahren aktiver Beteiligung im Vorstand der Rheinfreunde und der AKK verdient. Er ist damit nach Max Buhlmann das zweite Mitglied der KG Rheinfreunde, dem diese Ehre zuteil wurde.

Ebenso wurde in diesem Jahr Werner Apelt mit dem "Goldenen Schängel" ausgezeichnet, und war damit der zweite in unserer Gesellschaft mit dieser Auszeichnung.

Im Jahr 1999 wurde das Jubiläum 14x11 Jahre gefeiert. Im Rahmen des Jubiläumsempfanges in der Wallersheimer Messehalle wurden die Förderer Dr. Helmut Schlax aus dem Hause Königsbacher Brauerei und Dr. Rolf-Eugen König, Geschäftsführer der Firma König zu Ehrensenatoren ernannt.

Die langjährigen Mitglieder Manfred Lorisika, Hans-Hugo Legrand und Willi Zehe wurden für Ihre Verdienste um die Gesellschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Am 11.11.1999 starteten die Rheinfreunde in ihr fünftes Prinzenjahr. „Prinz Manfred (Tönnes) der Neuendorfer Geck vom Zischke-Eck“ und Confluentia Andrea (Lettmann) durften die Koblenzer Jecken ins neue Jahrtausend führen. Als „Milleniumsprinz“ erlebten die Rheinfreunde eine außergewöhnliche Session, die wieder einmal zeigte, dass die Rheinfreunde große Herausforderungen meistern können. Glanzpunkt war der Prinzenempfang im Hause der Fa. Scania Koblenz. Prinz, Confluentia und das gesamte Gefolge fuhren auf einem LKW in die geschmückte Festhalle. Der damalige Geschäftsführer Gunnar Rustad und „Prinzenfotograf“ Herbert Gauls wurden zu Ehrensenatoren der Rheinfreunde ernannt.

Mit einem Gefolge von über 60 Personen zogen Prinz und Confluentia durch die Koblenzer Säle und erlebten ihren Höhepunkt am 06.03.2000 mit ihrem Rosenmontagszug bei sonnigem Wetter durch die Koblenzer Innenstadt.

Eine besondere Ehre wurde Heinz Kölsch zuteil. Der Ex-Prinz von 1983 wurde von der KKG „Kowelenzer Schängelcher“ mit dem „Goldenen Schängel“ für seine Verdienste um den Koblenzer Karneval ausgezeichnet.

Das 30. Krebbelchensfest 2002 war sehr erfolgreich gewesen und in der Session 2002/2003 zogen die Rheinfreunde von der Messehalle am Wallersheimer Kreisel in die Aula der Goetheschule. Dies hat sich als ein voller Erfolg erwiesen. In der kleineren Halle herrschte eine hervorragende Stimmung und so feiern die Rheinfreunde bis heute ihre Sitzungen in der Goetheschule im Brenderweg. Als viertem Rheinfreund wurde Felix Volk der „Goldene Schängel“ überreicht.

2004 wurde Hans-Peter Gilberg für seine Verdienste im Koblenzer Karneval mit dem „Goldenen Schängel“ ausgezeichnet.

Der nächste Höhepunkt folgte im Jahr 2005. Das 160-jährige Vereinsjubiläum war für die Rheinfreunde ein Anlass, zu einem Jubiläumsempfang in die Räume des Ehrensenators

Dr. Rolf-Eugen König einzuladen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde der damalige Vorstandsvorsitzende der Königsbacher Brauerei, Karlheinz Haupt, zum Ehrensenator ernannt. Die langjährigen Vereinsmitglieder Werner Rehn und dessen Schwiegersohn Heinz Kölsch sowie Werner Apelt wurden Ehrenmitglieder.

Im Laufe des Jahres wurden ebenfalls die langjährigen Vereinsmitglieder Dieter Lutz, Wolfgang Dziallas und erstmals mit Lore Frießner ein weibliches Mitglied zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Im Jahr 2006 gab es wieder ein Novum. Die Suche nach einem Kinderprinz aus den eigenen Reihen gestaltete sich schwierig und auf der Suche wurde man erst bei der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft (GKKG) fündig. Ein junger Gardist (Dorian Crecelius) konnte sich einen Traum erfüllen und in die Rolle des Kinderprinzen von Neuendorf und Wallersheim schlüpfen. Sein Vater Dirk schrieb ein eigenes Lied und so zogen Prinz Dorian und Prinzessin Myriam (Hilfenhaus) mit dem Gefolge singend durch die Säle. Selbst beim Rosenmontagszug sangen die Besucher am Rand zu Ehren des Kinderprinzenpaares dieses Lied.

Die Session 2006/2007 stand im Zeichen von neuen Gruppierungen. Sitzungspräsident Manfred Tönnes hatte sich zum Ziel gesetzt, die Sitzungen weitgehend mit eigenen Rednern zu gestalten. Hierzu gründete er den Rednertreff. Dieser soll über das gesamte Jahr Ideen entwickeln und umsetzen. Seit dieser Zeit haben viele Mitglieder den Weg auf die Bühne der Rheinfreunde gefunden. Es hat sich gezeigt, dass dieser Weg der richtige war, denn es ist bis heute gelungen, die Sitzungen mit Rednern aus den eigenen Reihen zu gestalten. Auch bildete sich im 2007 eine neue Kostümgruppe, die unter dem Namen „Babbelschnissjer“ jedes Jahr mit einem neuen Kostüm an den Umzügen in Neuendorf/Wallersheim sowie Koblenz teilnimmt. Ein besonderer Erfolg wurde im Jahr 2010 erzielt, als man den 3. Platz bei den Kostümgruppen des Rosenmontagszuges in Koblenz belegte.

In der Session 2007/2008 wurde eine neue Heimathymne für unseren Stadtteil Neuendorf aus der Taufe gehoben. Unser Vereinsmitglied Stefan Strunk schrieb nach einem bekannten Lied der Bläck Föös (Du bis unsere Stadt…) eine Ode an unseren Heimatstadtteil Neuendorf. Unter Begleitung eines Dudelsackspielers rührte er die Besucher der Sitzung zu Tränen und dieses Lied ist bis heute nicht mehr aus dem Vereinsleben der Rheinfreunde wegzudenken.

2009 wurde Manfred Tönnes mit dem „Goldenen Schängel“ für sein Engagement im Koblenzer Karneval ausgezeichnet und war damit der sechste in unserer Gesellschaft, der diese Ehrung erhielt.

Seit dem Jahr 2009 chartern die Rheinfreunde jährlich zu „Rhein in Flammen“ im August ein eigenes Schiff. Bei einem Essen und Live-Musik haben die Mitglieder und Freunde der Gesellschaft die Möglichkeit, das Großfeuerwerk zwischen Braubach und Koblenz vom Schiff aus zu verfolgen.

Im Jahr 2010 wurde das Vereinsjubiläum 15 x 11 Jahre gefeiert. Unser Ehrensenator Dr. Rolf-Eugen König stellte den Rheinfreunden seine Räumlichkeiten erneut zur Verfügung und zahlreiche Freunde und Gönner folgten der Einladung zum Empfang.

In dieser Jubiläumssession ernannten die Rheinfreunde die Herren Christoph Dörr und Alfred Wunderlich von der Königsbacher Brauerei und den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Koblenz, Manfred Graulich, zu Ehrensenatoren.

In der Session 2010/2011 wurde diese Ehre Herrn Karl-Josef Lehrer aus dem Haus der Sparkasse Koblenz zuteil und erstmals wurde mit Josefine Lotspeich vom Tuchhaus Strang eine Ehrensenatorin ernannt.

Im April 2010 gab Manfred Tönnes das Amt des Sitzungspräsidenten ab. Dieses hatte er seit 1996, mit Ausnahme der Session 2000, durchgehend ausgeübt. Sein Nachfolger wurde der langjährige Protokoller Stefan Strunk, der im Jahr 2011 seine erste Sitzung mit Bravour bestanden hat.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2011 gab es größere Veränderungen im Vorstand. Ulrich Meyer gab sein Amt nach 17 Jahren an den langjährigen Geschäftsführer Bernd Feith ab und Stefan Strunk wurde als 2. Vorsitzender Nachfolger von Hans-Hugo Legrand. Heiko Früh rückte auf zum Geschäftsführer und Yvonne Hommen, die seit 2004 die Finanzen des Vereins verwaltet, bekleidet das Amt der Schatzmeisterin weiterhin. Ebenso rückten neue Mitglieder in den neuen Vorstand nach.

Ulrich Meyer wurde für seine langjährige Vorstandsarbeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Der neue Vorstand hat im Jahr 2011 nun die Aufgabe, den Verein ab dem 11.11. in seine sechste Prinzensession für die Stadt Koblenz zu führen. Personell steht der Verein vor der Session 2011/2012 hervorragend da. Er zählt derzeit über 250 Mitglieder. Im Aktivenbereich gibt es derzeit eine Kostümgruppe die „Babbelschnissjer“ den Rednertreff, eine Kindertanzgruppe, eine Gardetanzgruppe, die Showtanzgruppe „Neuendorfer Hexen“ und ein Männerballett, sowie natürlich unsere Uniformierten. Das Tollitätenpaar wird von 90 Personen im Gefolge sowie den Neuendorfer Möhnen unterstützt.

Die Rheinfreunde haben eine gute Basis, auch weiterhin zu den Säulen im Koblenzer Karneval zu gehören. Diesen Anspruch wollen die Rheinfreunde mit der Gestellung des Tollitätenpaares in der Session 2011/2012 untermauern.

Der neugewählte Vorstand um den Vorsitzenden Bernd Feith bereite nun intensiv das bevorstehende Prinzenjahr vor. Gleichzeitig wurde schweren Herzens beschlossen, das Krebbelchensfest, welches seit 1973 jährlich auf dem Kirchenvorplatz stattfand, ausfallen zu lassen - allerdings mit dem Ziel, dem Fest im Jahr 2012 ein neues Gesicht zu geben. Als kleine Alternative gab es ein größeres Sommerfest im Jugendheim Am Ufer. Im November 2011 starteten die Rheinfreunde mit ihrem Prinzen Stefan von Fuge & Musik (Stefan Strunk) und Confluentia Daniela (Daniela Illmer) sowie einem Gefolge von fast 100 Personen in ihr sechstes Prinzenjahr.

Die Zeit nach Aschermittwoch nutzte der Vorstand, für die Neukonzeption des Krebbelchensfestes. So fand im August 2012 das Krebbelchensfest auf dem Gelände der TuS Neuendorf, Am Ufer eine neue Heimat und wird inzwischen immer im September gefeiert. In den Jahren 2013 und 2014 lagen die Schwerpunkte der Arbeit des Vorstandes in der Nachwuchsarbeit und in der weiteren Entwicklung des Krebbelchensfestes. So waren die Rheinfreunde im Jahr 2013 erstmals gemeinsam mit dem Alt-Herren-Corps, der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft und den K.K. Funken Rot-Weiß Veranstalter der Kinder- und Jugendsitzung in der Kulturfabrik. Seither wird diese Sitzung nach wie vor jedes Jahr gemeinsam dem Alt-Herren-Corps und der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft veranstaltet. Im Juli 2014 begann der Bau eines neuen Motivwagens für die Karnevalssession 2015. Im November 2014 feierten die Rheinfreunde erstmals die Inthronisation des Kinderprinzenpaars im Jugendheim, Am Ufer. Leider mussten die Rheinfreunde mit der Session 2015 auch Abschied von der Aula der Goetheschule nehmen, da die Stadt Koblenz letztmalig die Genehmigung für die Kostümsitzung erteilte. Im Februar rollte neben dem Motivwagen „Vater Rhein“ auch der Kinderprinzenwagen mit dem Motiv der „Flintstones“ durch die Straßen von Koblenz und begeisterte neben den Zuschauern am Straßenrand auch die Jury des Rosenmontagszuges. So gelang im Jahr 2015 etwas Einmaliges im Koblenzer Karneval. Die Wagen der Rheinfreunde holten einen „Doppelsieg“ und gewannen in den Kategorien Motivwagen und Komiteewagen jeweils den 1. Preis.

In der Session 2016 luden die Rheinfreunde ins Soldatenheim auf die Horchheimer Höhe zur Sitzung ein. Es wurden zwei Transferbusse eingesetzt und unser Sitzungspräsident Stefan Strunk begrüßte die Gäste schon auf der Fahrt von Neuendorf nach Horchheim.

So werden die Rheinfreunde auch im Jahr 2017 zur Kostümsitzung nach Horchheim einladen. Die Session 2016 endete mit einem Paukenschlag. Der Rosenmontagszug musste wegen Sturm abgesagt werden. Nach 1962 und 1991 war es die dritte Absage des Rosenmontagszuges seit dem letzten Krieg. Aber dieses Mal wurde er nachgeholt. Und so gab es am 28.02.2016 erstmals einen „Rosensonntagszug“ durch Koblenz. Wieder konnten die Rheinfreunde einen Erfolg im Rahmen der Prämierung erzielen. Die Kostümgruppe „Babbelschnissjer“ erzielte als „Hase und Igel“ den 3. Platz in der Kategorie der Fußgruppen.

Im Jahr 2016 zählen die Rheinfreunde über 280 Mitglieder und sind für die kommenden Aufgaben gut aufgestellt. Der derzeitige Vorstand unter dem Vorsitz von Bernd Feith und Daniela Illmer möchten mit ihrem Team das Vereinsjubiläum 2021 (16 x 11 Jahre) planen und dieses Jubiläum vielleicht mit einem weiteren Tollitätenpaar aus den Reihen der Rheinfreunde krönen.

Auch in den folgenden Jahren haben die Rheinfreunde eine sehr erfreuliche Entwicklung genommen. Im Jahr 2017 wurde der Wagen des Kinderprinzenpaares "Ente" mit dem 3 Platz ausgezeichnet, ebenso die Fußgruppe "Enten". Im Jahr darauf wurde erneut mit dem Wagen "Super Mario" Platz 1 bei den Motivwagen errungen. Auch die Mitgliederzahl sprang erstmals über die magische 300 und diese gute Arbeit wurde mit der Beauftragung des Tollitätenpaares für das Jubiläumsjahr 16 X 11 Jahre durch die AKK belohnt. Der Vorstand um den Vorsitzenden Bernd Feith geht mit Begeisterung dieses Projekt an und die Koblenzer Narren können sich erneut auf ein Tollitätenpaar mit Herz in der Session 2021 freuen.